Hamburg Open 2026
Die Hamburg Open Pétanque 2026 sind vorbei - ein langes Wochenende liegt hinter uns. Ein kleiner Rückblick auf die 4te Auflage unseres Turniers im Wilhelmsburger Inselpark.
Hamburg Open Pétanque 2026, präsentiert von LaissezFer, in Kooperation mit der Pétanque-Sparte des 1. FC St. Pauli. Ein Jahr der Extreme. Ein neuer Rekord bei den Anmeldungen: Beide Turniertage ausgebucht - 128 Teams mit insgesamt 256 TeilnehmerInnen am Samstag, 64 Teams mit 192 TeilnehmerInnen am Sonntag. Ein Rekord bei den Temperaturen. Ein Rekord was die Zufriedenheit angeht?
Vorweg: Es ging dieses Jahr sehr schnell, bis alle Startplätze vergeben waren. Wir haben die Email-Anmeldung Ende Februar geöffnet, und waren bereits Mitte April in beiden Turnieren ausgebucht. Schade, dass wir somit viele Teilnahmewünsche nicht erfüllen konnten - wir hoffen, euch nächstes Jahr dabei haben zu können!
Wir freuen aber sehr über die rege Nachfrage, und das bunte TeilnehmerInnen-Feld. Auch dieses Jahr gab es wieder Anreisen aus Berlin und Leipzig, viele TeilnehmerInnen aus Niedersachsen bis hin zu Anreisen aus Baden-Württemberg und Bayern. Mit vielen von euch sind wir mittlerweile freundschaftlich verbunden, und für uns bekommt unser Turnier somit zunehmend den Charakter eines großen Familientreffens. Wir hoffen, dass auch ihr etwas von dieser Atmosphäre erleben konntet. Viele TeilnehmerInnen kamen dabei nicht zum ersten und ihren Aussagen nach auch nicht zum letzten Mal - es scheint: wer einmal bei uns war, kommt gerne wieder. Das finden wir gut!
Hot and Spicy Pétanque - als hätte Lena es kommen sehen - die passende Überschrift für dieses Wochenende. 3 Jahre Hamburg Open im Regen, nun also Hamburg Open mit Hitzewelle. Wir stellen uns die ganze Woche vor unserem Turnierwochenende natürlich die Frage: Kann man ein Turnier durchführen bei diesem Wetter? Und wenn ja, wie? Stündlich wird der Wetterbericht aktualisiert, mit anderen TurnierveranstalterInnen Rücksprache gehalten, Empfehlungen des Deutschen Sportbund und der Stadt Hamburg studiert. Den Klimawandel hautnah erleben? Wir entscheiden: Die Hamburg Open 2026 finden statt!
Erste Reaktionen dazu: "Kurze Info aus Braunschweig: Wir sind alle am Start am Wochenende und sind heiß wie Frittenfett, also quasi wie das Wetter grad. 🤣🤪🕺🏼😎"
Wir verfassen eine Empfehlung für das Wochenende und schicken diese an alle TeilnehmerInnen. Viele melden sich und kündigen ihr Erscheinen an. Andere Teams entscheiden in den Tagen hin zum Wochenende, ihre Teilnahme zurückzuziehen. Während es natürlich sehr schade ist, dass wir euch nicht dabei haben können, sind wir auch dankbar für eure vernünftige Selbsteinschätzung. Keiner soll sich und seine Gesundheit auf unserem Turnier in Schwierigkeiten bringen, und bei diesen Temperaturen sollte man sich, gerade mit Vorerkrankungen oder einer angeschlagenen Konstitution, keinem Risiko aussetzen.
Wie geht man es an, ein Turnier am Rande des Ausnahmezustands? Sonnenschirme, Wassersprenger, Pavillons, Eiswürfel, gekühlte Getränke und Wasserpistolen - die Veranstalter sind in den Tagen vor dem Wochenende nonstop unterwegs, um die nötige Infrastruktur aufzutreiben, und bis weit in den Freitag Abend hinein wird vorbereitet und aufgebaut. Noch wirken hier am Freitag Nachmittag die Temperaturen im Schatten des ehemaligen Wasserwerks aushaltbar.
Samstag Morgen ist es dann soweit - die Einschreibung öffnet um 9:00 Uhr - gleichzeitig öffnet sich auch temperatur-technisch das Tor zur Hölle. Schon um 9 Uhr haben wir über 30 Grad. Als die Einschreibung schließt, haben sich 90 Doubletten eingeschrieben, und um 10 Uhr beginnen die 4. Hamburg Open Pétanque im bekannten Modus ABCD - KO. Wir starten mit Pouls, gefolgt einer kurzen Mittagspause. Bestes Essen von Mahmoud, wie jedes Jahr, versorgt alle TeilnehmerInnen mit einer guten Grundlage für den weiteren Tag. 2 Teams ziehen nach den Pouls ihre Teilnahme zurück, 88 Teams starten ab 14 Uhr in die Cadrage im 16tel, und wir spielen bis 18 Uhr jedes Spiel im Modus 60+1, allein, um regelmäßig Schattenpausen zu ermöglichen. Wir fahren regelmäßig alle Bahnen ab, um neu geloste Partien auf Plätze mit möglichst viel Schatten schicken zu können. Soweit das Prozedere. Aber was passiert wirklich auf unserem Turnier?
Der Rasensprenger schießt seine Fontainen in den Himmel, und es ist nicht immer klar, ob das Wasser den Boden auch wieder erreicht oder einfach in der Luft verglüht. Alle 5 Sekunden steht jemand davor, kühlt sich, seine Mütze oder sein Handtuch ab, um wieder auf den Platz oder in den Schatten zu eilen. Kinder (und Erwachsene) marodieren mit Wasserpistolen über die Spielfelder und bieten mobile Erfrischungen an. An der Bar wird bei Getränken primär nach der Temperatur, sekundär nach dem Geschmack geurteilt. Erste Spiele werden als "heißer als das Wetter" bezeichnet (zu diesem Zeitpunkt hat es laut Thermometer 39 Grad im Inselpark)... Immer wieder verschwinden TeilnehmerInnen in Richtung des anliegenden Kückenbrack, um deutlich erfrischt zurückzukehren, was jedoch häufig nur äußerst kurz hält. Die Turnierleitung verteilt Eis gegen Spende, Sonnencreme für umsonst - alles wird gerne angenommen. Macht das noch Spaß, oder ist es schon eine Zumutung? Wir bewegen uns auf einem schmalen Grat.Kreative Lösungen zur Abkühlung wussten unsere Teilnehmer zu nutzen.Das Turnier zieht sich weiter zusammen. Wir schreiten durch Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale inklusive Sommerregen (kein Hamburg Open ohne Regen?) und schließlich die Finalspiele.
Den Finalsieg in A sichern sich Laurent und Hervé gegen Gösta und Ben.
Im B-Turnier gewinnt in einem heißen Match mit Karo-Schluss das Team aus Berlin, Henri und Simon.
C wie Champions? Maya und Fabio siegen gegen Tina und Paul
Der Schrecken des D-Turniers, Julian und Jörg.
Am Ende vom Samstag, gegen 22 Uhr, endet unser erster Turniertag. Alle TeilnehmerInnen schaffen es unbeschadet durch den Tag und nach Hause, worüber wir sehr dankbar sind. Schnell ins Bett - am Sonntag geht es für die Turnierleitung schon um 8 Uhr weiter mit dem Aufbau des Triplette-Turniers.
Sonntag morgen startet gemächlicher als Samstag. In der Nacht haben heftige und anhaltende Gewitter die Temperaturen gesenkt - so erwarten uns heute nur 33 Grad Spitzentemperatur. Der noch nasse Boden kühlt dabei gerade in den ersten Spielen noch etwas ab, erste Spieler werden haben morgens mehr an als ein T-Shirt oder ein Hemd. Auch heute bewegen sich insgesamt wieder 150 SpielerInnen jeden Alters durch den Inselpark. Wir begrüßen Kader- und Nationalspieler ebenso wie Menschen, die das erste Turnier ihres Lebens bestreiten. Wir haben im Alter von 14 bis über 80 alle Altersklassen vertreten, und freuen uns besonders, auch wieder einen (im Vergleich mit den Statistiken zu den ausgestellten Lizenzen im DPV) hohen Anteil nicht-männlicher SpielerInnen auf unserem Turnier begrüßen zu dürfen.
In die Pouls starten wir mit 50 Tripletten, und finden uns auch hier wieder nach 2 Spielen und einem leckeren Mittagessen in den ersten KO-Runden der Cadrage wieder, heute beginnend ab dem 8tel-Finale in allen Turnierbäumen. Selbstverständlich wieder mit dabei: Rasensprenger und soviel Schattenplätze wie möglich.
Der Sonntag mit seinen "nur" 64 Startplätzen ist auch dieses Mal wieder das gemütlichere Turnier. Während das Triplette ja auch intern eine größere Geselligkeit verspricht, erlauben auch die gesunkenen Temperaturen ab dem Nachmittag einem Teil der ausgeschiedenen TeilnehmerInnen, am Rand der Final-Boxen die zunehmend umkämpften 4tel- und 1/2-Finalspiel zu beklatschen.
Im A-Turnier setzen sich die Sterne des Nordens gegen die Ost-West-Connection durch: Jude, Oscar und Moustain gewinnen gegen Benni, Kay und Philip.
Im B-Turnier siegen Giovanni Branca, Janos Grajetzkyj und Van Hop Nguyen. (Foto erbeten)
Ihr Abo auf den C-Turnier-Sieg verteidigen Maya und Fabio heute mit Thilo.
Im D-Turnier gewinnen Stephane, Anthony und Thomas. (Foto erbeten)
Wir bedanken uns bei allen, die uns geholfen und unterstützt haben. Vor allem, aber nicht ausschließlich, bei Boris für seinen Einsatz beim Aufbau, ebenso bei Tom, Kai und Philip, bei Julian und Jürgen für ihre Unterstützung in der Organisation, bei Günther für seinen Einsatz beim Frühstück, bei Pascal für seine Hilfe bei der Turnierleitung, bei Sebastian für seine Spende an die Bar, und bei allen, die uns bei vielen Gelegenheiten unter die Arme gegriffen haben! Ohne euch hätte es das Turnier nicht gegeben. Auch für die Kooperation und die materielle wie finanzielle Unterstützung des 1. FC St. Pauli möchten wir uns herzlich bedanken.
Bis demnächst - eure Crew von LaissezFer - (von links nach rechts und von oben nach unten) Chris, Mo, Lena & Ole




















Kommentare
Kommentar veröffentlichen